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16.08.2022
 
 
11.09.2010 Einsatzübung
Bezirksübung 2010 in Wietersdorf
Am 11.09.2010 wurde im Werksgelände der Firma Hobas und Wietersdorfer & Peggauer die Bezirksübung 2010 durchgeführt.
Über 50 taktische Einheiten der Feuerwehren des Bezirkes St.Veit/Glan waren aktiv an dieser Großübung beteiligt.
Das erste Szenario war im HOBAS-Werk mit dem Thema "Gefahrgutunfall" geplant. Teilnehmer an diesem Übungsteil waren alle Feuerwehren mit Gefahrgutausrüstung.
Übungsannahme war ein Leck in einem Kesselwaggon auf dem Werksgelände. Zu diesem Zweck wurden von der Donau-Chemie 2 Kesselwaggons zur Verfügung gestellt, die von der ÖBB auf das Werksgelände überstellt wurden.
Als erste Feuerwehr war die Betriebsfeuerwehr der Wietersdorfer & Peggauer am Einsatzort. Ein Atemschutztrupp führte die Ersterkundung durch und meldete die Stoffnummer an die Einsatzleitung. Da es sich um einen Stoff handelte, der im Hobaswerk verwendet wird, konnte der Einsatzleitung vom Werksverantwortlichen innerhalb kürzester Zeit das entsprechende Stoffdatenblatt zur Verfügung gestellt werden. Bei dem Stoff handelte es sich um Aceton, dessen Dämpfe schon ab einem Gehalt von ca. 2,5 Vol-%  mit Luft ein explosives Gemisch bilden. Daher war der Erstansatz der Einsatzleitung jegliche Zündquellen von der Gefahrenstelle fernzuhalten sowie ein Ausbreiten der explosiven Dämpfe zu verhindern.
Inzwischen waren nach und nach die übrigen angeforderten Spezialkräfte eingelangt. Als Erstmaßnahme wurde von einem Atemschutztrupp unter Vollschutz, welcher von 2 weiteren Atenschutztrupps mit Sprühstrahl aus Hochdruckrohren geschützt wurde, ein Auffangbehälter unter den undichten Waggon in Stellung gebracht, um so ein weiteres Eindringen des Stoffes in das Erdreich zu verhindern. Zum besseren Schutz wurde die Gefahrenstelle von einem Werfer der Drehleiter Althofen mit Sprühstrahl abgesichert. Die Wasserversorgung wurde von den Mannschaften des KLFA-Brückl und Klein St.Paul von einer eigenen Wasserentnahmestelle sichergestellt.
Einem weiteren Trupp unter Vollschutz gelang es, das Leck provisorisch abzudichten. In weiterer Folge konnte das Aceton mittels geerdeter Spezialpumpe in einen leeren Waggon umgepumpt werden. Dies Arbeiten wurden hauptsächlich von Vollschutztrupps der Betriebsfeuerwehren Donau-Chemie und TIAG durchgeführt.
Nach ca. 2,5 Stunden konnte diese Übung erfolgreich beendet werden. Einsatzleiter dieser Übung war der Bezirksatemschutzbeauftragte BI Dr. Heinz Novak.
Die übrigen Feuerwehren des Bezirkes nahmen an einer Großübung im Wietersdorfer Zementwerk teil. Hier war die Übungsannahme ein Brand im neuen 96 Meter hohen Wärmetauscher. Weitere Brandobjekte waren in weiterer Folge die große Konststofflagerhalle, sowie das Reifen- und Kunststoffballenlager.
Insgesamt haben über 300 Mann an dieser Bezirksübung 2010, die unter der Gesamtleitung des Bezirkskommandanten OBR Ing. Egon Kaiser und seinem Stellvertreter BR Heimo Haimburger stand, teilgenommen.

Einige Bilder von der "Gefahrgutübung  HOBAS"

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Einsatzdaten FF-Brückl:  
Alarmierung:  13:15 Uhr durch BAWZ mittels Sirene und Personenrufempfänger                               
Mannschaft: 16 Mann
Fahrzeuge:  TLFA-4000, KLFA, MTF 
Geräte:  Atemschutz, Chemieschutzanzüge Schutzstufe III, Atemschutzfüllstation 
Übungsende:  18:00 Uhr 
weitere Bilder von der Übung folgen

 
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