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15.08.2022
 
 
25.10.2008 Bezirksübung
Einsatzübung "Chemieunfall"

Ebenfalls am 25.Oktober 2008 wurde im Rahmen einer Bezirksübung eine groß angelegte Einsatzübung mit dem Thema "Chemieunfall" durchgeführt. Übungsannahme war ein leck gewordener Eisenbahnwaggon mit Austritt von Salzsäure. Von der Donau Chemie wurde dazu ein Eisenbahnwggon, der mit 26 Tonnen Salzsäure befüllt war, zur Verfügung gestellt.
Diese Tatsache stellte für die eingesetzten Kräfte eine besondere Herausforderung dar, denn bisher konnte noch nie mit einem echten chemischen Produkt geübt werden.
Vom Einsatzleiter "Atemschutz/Chemie" BI Dr. Heinz Novak (FF-Brückl) wurde folgende Einsatztaktik angewendet. Zunächst galt es eine Ausbreitung der stark ätzenden Dämpfe durch Niederschlagen mit Wasser zu verhindern. Gleichzeitig wurden zusätzliche Spezialkräfte angefordert, wie zum Beispiel die Betriebsfeuerwehr TIAG aus Althofen, welche über eine mobile Säurepumpe verfügt. Vom technischen Einsatzleiter AFK-Stv. OBI Hannes Raab (FF-Wieting) wurde eine ausreichende Wasserversorgung sowie ein koordinierter Einsatz der Kräfte sichergestellt.
Nach dem Eintreffen der Säurepumpe konnte mit dem Umpumpen der Salzsäure in einen bereitgestellten leeren Waggon begonnen werden.
Insgesamt waren bei diesem Einsatz eingesetzt:
Feuerwehren mit Vollschutz (Schutzstufe 3): BTF Donau Chemie,FF Brückl, BTF TIAG, FF St,Veit/Glan (mit Gefahrgutfahrzeug), BTF Wietersdorf
Feuerwehren mit Teilschutz (Schutzstufe 2): FF Wieting, FF Friesach, FF Althofen
Feuerwehren für die Wasserversorgung: FF St.Filippen, FF StWalburgen, FF Eberstein, FF Klein St.Paul

Der Einsatzablauf in Bildern:

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 1. Trupp der FF Brückl beim Anlegen der
Vollschutzanzüge unmittelbar nach dem
Eintreffen am Einsatzort

 Trupp der BTF Donau Chemie und Trupp der
FF Brückl warten auf den Einsatz mit Vollschutz

 Zum Schutz der Bewohner des Wohnhauses
wurde sofort eine Wasserwand zwischen der
Gefahrenstelle und dem Wohnhaus errichtet

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 der erste Trupp geht in den Einsatz. Der Werfer
wurde vom Dach desTLFA-4000 Brückl abmontiert und auf Lafette vor dem lecken
Waggon in Stellung gebracht

 technischer Einsatzleiter AFK-Stv. OBI Hannes
Raab sorgt für die Wasserversorgung und koordiniert den Einsatz der Feuerwehren

 Immer mehr Zubringleitungen werden von einer Wasserentnahmestelle im sicheren Abstand von der Gefahrenstelle aufgebaut

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 Vollschutztrupp der FF Brückl geht in den Einsatz

 Das angeforderte und inzwischen eingetroffene Atemschutzfahrzeug des Landesfeuerwehr-
verbandes sorgt für ausreichend Atemluft für die eingestezten Trupps

 Selbstverständlich wird auch eine elektronische Atemschutzüberwachung durchgeführt - besonders wichtig bei Einsätzen unter Schutzstufe 3

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 Der Trupp der BTF Wietersdorf bereitet sich auf den Einsatz vor

 auch der Trupp der FF St.Veit/Glan mit Kdt.
Kropiunig ist einsatzbereit

 Einsatzleiter Atemschutz/Chemie BI Dr. Heinz Novak erläutert Bürgermeister Schaller die Situation

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 Kommandant AFK Haimburger, Bürgermeister Schaller und Landeschemiker Dr. Johannes Striedner verfolgen den Einsatz

 Eigesetzte Trupps werden abgelöst, im Vordergrund der Wasservorhang mittels Hydroschilder um das Ausbreiten der ätzenden Dämpfe zu verhindern.

 Das Umpumpen der Salzsäure in den leeren Waggon ist in vollem Gange

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 Einsatzleiter Dr. Novak berichtet Bezrksfeuerwehrkdt. Ing. Kaiser, Abschnittskdt. Haimburger und Bürgermeister Schaller vom Stand des Chemieeinsatzes

 An der Oberseite des vorderen Waggons sind sehr deutlich die austretenden Salzsäuredämpfe zu sehen

Nach Übungsende sind die eingesetzten Kräfte im Werksgeände zu einer kurzen Nachbesprechung angetreten

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 Im Anschluß an die Nachbesprechung hat das Werk für das leibliche Wohl der gesamten Mannschaft gesorgt

 Allen ist anzusehen, dass sie stolz darauf sind, einen sehr heiklen Einsatz erfolgreich und unfallfrei bewältigt zu haben

 
     
 Einsatzdaten der FF-Brückl:    
 Übungsbeginn:  10:35 Uhr  
 Mannschaft:  19 Mann  
 Fahrzeuge:  TLFA-4000, KRF-A, MTF  
 Geräte:  3 Vollschutzanzüge, 3 Atemschutzgeräte  
 Übungsende:  13:05 Uhr  
 
 
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