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16.12.2018
 
 
Containertraining 2007

Vom Freitag, 04.Mai bis Sonntag, 06.Mai 2007 bestand für die Feuerwehren des Bezirkes St.Veit/Glan wieder die Möglichkeit, in Brückl in einem Brandcontainer den heißen Innenangriff zu trainieren. 75 Atemschutztrupps haben die Gelegenheit wahrgenommen, unter fast realen Bedingungen ihre Kenntnisse über richtige Einsatztaktik im Innenangriff unter Atemschutz aufzufrischen. Das Personal des Brandcontainers, der diesmal von einer privaten Firma aus Sachsen bereitgestellt wurde, bestehend aus 2 Mann, einem Feuerwehrkommandanten und seinem Stellvertreter, zeichnete sich durch hohe Kompetenz aus. Sowohl bei der Steuerung des Übungsablaufes im Container als auch bei der Übungsnachbesprechung wurde besonders Wert auf die Qualität und nicht auf einen möglichst raschen Ablauf gelegt.

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Der Übungsablauf:
Nach einer kurzen Unterweisung in Form eines detaillierten Einsatzbefehles musste der Atemschutztrupp über eine Leiter auf das Dach, um von dort aus über eine Stiege einen simulierten Kellerbrand zu bekämpfen. Entscheidend war schon zu Beginn das taktisch richtige Eindringen in ein Gebäude. Große Schwierigkeiten bereitete den Trupps die brennende Kellertreppe. War diese Hürde überwunden, was oft bis zu 5 Minuten in Anspruch nahm, musste im ersten Raum ein Gasschieber gefunden und geschlossen, sowie der Sicherungsschrank gesucht werden, um die notwendige Stromabschaltung vornehmen zu können. Als nächste Aufgabe warteten 2 bereits von Flammen eingehüllte Gasflaschen, bei denen ausströmendes Gas brannte, welche zunächst richtig gekühlt werden mussten, um danach die Ventile schließen zu können. Durch eine Brandschutztüre ging es in den nächsten Raum, in dem Möbel brannten. Hier kam es auch zu dem gefürchteten Flash-Over, welcher von den Trupps erkannt und richtig bekämpft werden musste. Wurde die Sicherung des Rückzugsweges von den Trupps etwas vernachlässigt, wurde vom Übungsleiter sofort ein neuerlicher Brand hinter dem vorgehenden Trupp entzündet. Dies erforderte ein Rückgehen des gesamten Trupps. Ein neuerliches Vorgehen war erst möglich, wenn dieser überraschend aufgetauchte Brand erfolgreich bekämpft wurde. Erst nachdem anschließend ein Fettbrand in der Küche erfolgreich und taktisch richtig gelöscht werden konnte, wurde der Trupp zum Rückzug aufgefordert, welcher ebenfalls geordnet zu erfolgen hatte.

Nachbereitung:
Sofort nach Beenden des Übungseinsatzes erfolgte mit jedem Trupp eine ausführliche Nachbesprechung. Die aufgezeigten Fehler wurden sehr genau besprochen und es wurden Möglichkeiten erörtert, wie diese in Zukunft vermieden werden können.

Belastung:
Die Belastung für die Atemschutzträger war enorm. Die Temperaturen, denen sie im Container ausgesetzt wurden, betrugen im Durchschnitt zwischen 150°C und 250°C, im unmittelbaren Bereich der "Brandherde" waren sie aber bedeutend höher. Die Tatsache, dass nach erfolgten Untersuchungen jeder Mann während der etwa 15 bis 20 Minuten im Container 2 bis 3 Liter Flüssigkeit verliert, mag als ein Maß für die thermische Belastung gelten, denen die Einsatzkräfte in einem derartigen Innenangriff ausgesetzt sind.

Medizinische Betreuung:
Auf Grund der zu erwartenden hohen Belastung wurde besonderer Wert auf eine lückenlose medizinische Betreuung der Atemschutzträger gelegt. Bezirksfeuerwehrarzt Dr. Otto Liechtenecker hat für die 3 Tage einen Dienstplan erstellt, demzufolge während des gesamten Containertrainings immer ein Feuerwehrarzt anwesend war. Zusätzlich wurde vom Roten Kreuz der Bezirksstelle St.Veit/Glan durch BK Wolfgang Novak während der 3 Tage durchgehend ein Rettungstransportwagen mit Besatzung vor Ort in Bereitschaft gehalten.

Herstellen der Einsatzbereitschaft:
Um es allen Feuerwehren zu ermöglichen, sofort nach der Übung die Einsatzbereitschaft ihrer Geräte herstellen zu können, wurde vom Landesfeuerwehrkommando das Atemschutzfahrzeug zur Verfügung gestellt. So war es möglich, dass OBI Ewald Kribitz von der Atemschutzwerkstätte des Landesfeuerwehrverbandes sofort nach Abschluss der Übung die Atemschutzflaschen neu befüllen konnte.
Es wurden insgesamt 383 Flaschen befüllt:

 314 Stück   

 200 bar-Flaschen                                                                                                     

 69 Stück   

 300 bar-Flaschen

 

 

Gesamtorganisation:
Diese lag in den Händen des Bezirksbeauftragten für Atemschutz BI Dr. Heinz Novak, welcher auch Atemschutzwart der FF-Brückl ist.
An dieser Stelle sei allen teilnehmenden Feuerwehren ausdrücklich für die hervorragende Disziplin sowohl was den Übungsablauf als auch die Einhaltung des Zeitplanes betrifft herzlichst gedankt.
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für alle Fälle bereit

Organisation durch
Vater und Sohn:
Vater: Feuerwehr
Sohn:Rotes Kreuz

OBI Ewald Kribitz sorgt
2 Tage für Einsatzbereit-
schaft durch Füllen der
Atemschutzflaschen

Teilnahme der FF-Brückl:
Von der FF-Brückl haben an dieser Containerübung 4 Trupps teilgenommen. Weiters haben 2 Atemschutzträger der FF-Brückl bei Trupps anderer Feuerwehren, denen 1 Mann fehlte ausgeholfen. Somit haben 14 Atemschutzträger der FF-Brückl aktiv am Containertraining teilgenommen.

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Trupp 1
Cptn. Haimburger Rene
Ing. Trummer Burkhard
Nuart Andreas

Trupp 2
DIDI Trügler Christian
Lesitschnig Markus
Korak Christian
Trupp 3
Mairitsch Josef
Kogler Markus
Kaiser Roland

Trupp 4
Trummer Florian
Korak Christian
Kaiser Roland


Weitere Teilnehmer (ohne Bild):
Unterberger Josef
Karpf Rudolf



Übungsablauf im Bild (Trupp 4)

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Vorbesprechung

korrekte Ausrüstung
ist lebensnotwendig

man hilft sich
gegenseitig

Einsatzbefehl

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es wird ernst

der Aufstieg

bereit für den Innenan-
griff "Kellerbrand"

taktisch richtiges
Eindringen in ein Gebäude
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beginnender
Flash-Over

Fettbrand
wird mit einem Deckel
"gelöscht"

 Geschafft !
die Anstrengung ist ins
Gesicht geschrieben

 die Nachbesprechung

 
 
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