FF - Brückl  
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15.11.2018
 
 
Chronik der FF Brückl

FF-Brückl 1860-2006

Im Jahre 1860 wurde durch die Gewerkschaft der Hüttenberger Eisen AG unter dem damaligen Betriebsleiter Ing. Martens die erste Feuerwehr in BrückI gegründet. Ein bis heute erhalten gebliebenes Spritzenhaus wurde mit Mitteln der Gewerkschaft und Spenden der Bevölkerung erbaut. Die ersten Feuerlöschgeräte, eine doppelspännige Spritze sowie 12 Löscheimer wurden angeschafft. Noch im Gründungsjahr musste die Feuerwehr zu ihrem ersten Brandeinsatz ausrücken. Um für die Brandbekämpfung der damals recht zahlreichen Brände besser ausgerüstet zu sein, wurde bereits im Jahre 1872 eine Metzische Stadtspritze angeschafft.

Von der Gründung bis zum Jahre 1872 musste die Feuerwehr BrückI laut Brandchronik unter sehr schwierigen Bedingungen insgesamt 11 große Brände bekämpfen.

Im Jahre 1876 kam es zu einem Führungswechsel, Lorenz Ackermann wurde zum neuen Hauptmann gewählt. Im selben Jahr trat die Feuerwehr BrückI dem Kärntner Landesfeuerwehrverband bei.

Am 29. Juli 1894 wurde in Hüttenberg der Bezirksverband der Feuerwehren des Görtschitztales gegründet, dem die Feuerwehren BrückI, Hüttenberg, Wieting, Klein St. Paul, Eberstein, Pölling und Lölling angehörten. Am 1. August 1897 wurde Hauptmann Ackermann aus BrückI in Wieting zum Obmann des Bezirksverbandes gewählt. Nach seinem Tode im Jahre 1906 fanden mehrere Kommandantenwechsel in nur kurze Zeit statt. 1911 wurde der Werksleiter August List zum Kommandanten gewählt.

Während des 1. Weltkrieges ging die Arbeit weiter, wenn auch in beschränktem Ausmaß. Man plante schon damals ernsthaft eine Benzin-Motorspritze anzuschaffen. Die erhaltenen Subventionen von Gemeinde und Land reichten allerdings nur zum Ankauf einer 11 m lange fahrbaren Leiter bei der Fa. Lattholz & Hübsch in Bayern. Vom Ende des 1. Weltkrieges bis zum Jahre 1923 fehlen genauere Aufzeichnungen über die Tätigkeit der FF BrückI. Einige Feuerwehrkameraden waren im Krieg gefallen. Man war gezwungen, wieder eine neue Mannschaft aufzubauen. Am 25. März 1924 wurde der Betriebsleiter des Kettenwerkes, Franz Zuppancic einstimmig zum Kommandanten der neu gebildeten Truppe gewählt. 44 Mann gehörten dem neuen Aktivstand an. In dieser schwierigen Aufbauphase erhielt die FF BrückI überraschend eine starke Unterstützung. Das Werk der Donau Chemie, in dem schon annähernd 250 Arbeiter beschäftigt waren, unterhielt im Jahre 1924 bereits eine eigene Werksfeuerwehr. Diese schloss sich nun für längere Zeit mit der Freiwilligen Feuerwehr zusammen. Es wurden zwei Löschzüge mit einer Mannschaftsstärke von nahezu 100 Mann gebildet. Von diesem Zeitpunkt an rückte der 2. Löschzug - auch Abteilung Chlorfabrik genannt - im Brandfalle gemeinsam mit dem 1. Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr zur Brandbekämpfung aus. 1925 wurde die erste Benzin-Motorspritze angeschafft .Textfeld:  Nach Zupancic's Tod wurde Norbert Preleuthner zum Kommandanten gewählt. 1929 konnte das erste Rüstfahrzeug der Marke "Steyr" angeschafft werden. 1932 wurde Hauptmann a.D. Eduard Huscha zum neuen Kommandanten der FF BrückI gewählt.

Über die Tätigkeit der Feuerwache BrückI während des 2. Weltkrieges gibt es nur wenige Aufzeichnungen. Da Hauptmann HUSCHA, wie auch viele andere Kameraden, einrücken musste, wurde seinem Stellvertreter Theo Grabuschnig das Kommando übertragen. Das Rüstfahrzeug vom Typ Steyr wurde immer reparaturanfälliger und war nur noch bedingt einsatzfähig. Da sich BrückI aber schon längst zu einem Feuerwehrstützpunkt des Tales entwickelt hatte, der vorhandene chemische Industriebetrieb besonders in den Kriegszeiten eine gut funktionierende Feuerwehr umso notwendiger erscheinen ließ, erhielt die Feuerwehr BrückI von der damaligen Regierung ein neues Löschfahrzeug der Type "Mercedes". Mit dem neuen Rüstwagen wurden auch ein Schlauchanhänger und eine neue Motorspritze vom Typ TS 8 geliefert. Somit war die volle Einsatzbereitschaft der Feuerwehr wieder gegeben.

Nach dem Ende des Weltkrieges übernahm der heimgekehrte Hauptmann HUSCHA wieder das Kommando. Es folgte eine Zeit des Wiederaufbaues. Die Gerätschaften der Feuerwache wurden wieder instandgesetzt. Die alte Motorspritze der Fa. Oberascher wurde generalüberholt. Bis zum Jahre 1951 war die Mannschaft der Feuerwache wieder auf 31 Mann angewachsen.  Am 24. Oktober 1955 war der Baubeginn für ein neues Rüsthaus. 1956 wurde Norbert Schreiber zum neuen Kommandanten gewählt und am 30. Juni 1957 konnte das neue Rüsthaus seiner Bestimmung übergeben werden.
1958 wurde eine moderne RVW 75 angeschafft.

1960 erhielt die Wehr im Rahmen des 100jährigen Bestandsjubiläums das erste Atemschutzgerät und 1962 wurde ein fabrikneues Löschfahrzeug der Marke Opel Blitz in einer großen Feier offiziell der Feuerwehr übergeben.

Am 12. September 1971 konnte ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 2000 vom Typ Mercedes 911 seiner Bestimmung übergeben werden.

 1974 sah sich Kommandant Norbert Schreiber gezwungen, sein Amt als Kommandant der FF-BrückI aus gesundheitlichen Gründen zur Verfügung zu stellen. Zu seinem Nachfolger wurde sein bisheriger Stellvertreter Stefan Kitz gewählt.

Am 4. Mai 1980 trafen die FF-BrückI und darüber hinaus die Feuerwehren Kärntens ein schwerer Verlust. Mitten in einer Predigt anlässlich einer Löschfahrzeugweihe verstarb in Völkermarkt der allseits beliebte und über die Grenzen Kärntens hinaus bekannte Landesfeuerwehrkurat und Pfarrer von BrückI Dr. Friedrich Achatschitsch. Seit dem Jahre 1969 predigte er bei unzähligen Feuerwehrveranstaltungen und trat mit all seiner Kraft für die Feuerwehrmänner ein. Von ihm stammt der heute überall bekannte Ausspruch, dass die Feuerwehrmänner die Soldaten tätiger Nächstenliebe sind. Selbst Mitglied der FF Brückl, betonte er immer wieder, dass eine funktionierende Feuerwehr immer auf drei Eckpfeilern beruht: gute Ausrüstung, Ausbildung und Kameradschaft. Feuerwehrmänner aus ganz Kärnten begleiteten ihn auf seinem letzten Weg vom Rüsthaus.

Das Jahr 1980 war aber für die FF Brück! auch ein Jubiläumsjahr. Die Wehr feierte den 120jährigen Bestand. Als Gratulant stellte sich Landeshauptmann Leopold Wagner ein und übergab der FF BrückI als Geburtstagsgeschenk eine hydraulische Rettungsschere mit Spreitzer. Da es nun aber nicht mehr möglich war, alle Geräte in den vorhandenen Fahrzeugen unterzubringen, wurde ein drittes Fahrzeug, ein geländegängiger Pinzgauer von Steyr Daimler Puch angeschafft.

1982 trat Stefan Kitz zurück und Franz Wurmitzer wurde zum Kommandanten gewählt. Unter Ihm wurde das Rüsthaus ausgebaut.

1985 erhielt die FF-BrückI zum 125jährigen Bestandsjubiläumein neues Tanklöschfahrzeug TLFA 4000 der Marke Mercedes.

Bei den am 1.7.1985 durchgeführten Neuwahlen erfolgte ein Generationswechsel in der Führungsspitze der FF-BrückI. Zum damals jüngsten Kommandanten Kärntens wurde der bisherige Gruppenkommandant Heimo Haimburger gewählt, der dieses Amt bis zum heutigen Tag bekleidet. Vom Anfang an war es sein Bestreben die Ausrüstung der Feuerwehr sowie den Ausbildungsstand der Feuerwehrkameraden weiter zu verbessern. Ein großes Sorgenkind war für ihn die Tatsache, dass es an geeignetem Nachwuchs für den Aktivstand der FF BrückI mangelte. So wurde im Jahre 1985 eine Jungfeuerwehrgruppe ins Leben gerufen.

 

Im Jahre 1988 wurden der FF BrückI vom Land Kärnten 3 Vollkörperschutzanzüge für Einsätze mit gefährlichen Stoffen zur Verfügung gestellt.

1990 wurden gleich 2 Fahrzeuge angeschafft, ein TLFA 1000 und ein KLFA, beide aufgebaut auf Pinzgauer 3-Achs-Fahrgestell.

 

tlfa1000    klfa

 

Damit verfügt die Stützpunktfeuerwehr BrückI über 4 moderne, allen technischen Anforderungen entsprechende Fahrzeuge.



In den Jahren 1997/1998 wurde das Rüsthauses durch einen großzügigen Zu- und Umbau erweitert bzw. modernisiert.

Dem ständigen Wachsen des Ortes
Rechnung tragend wurde im Jahr 2000
ein Hubsteiger auf Anhänger mit einer
Rettungshöhe von 16 m angekauft.
'
Dadurch werden Personenrettungen aus
größerer Höhe ermöglicht.
    

 

haimburgerheimo    Anlässlich der im Jahre 1991 durchgeführten
Wahlen wurde erstmals in der Geschichte der FF-Brückl
der amtierende Kommandant Heimo Haimburger
zum Abschnittsfeuerwehrkommandanten
des Feuerwehrabschnittes Görtschitztal gewählt.
 

 

 

2003 erfolgte die bisher letzte große Anschaffung. Das inzwischen 27 Jahre alte KRFS-Pinzgauer wurde durch ein modernst ausgestattetes KRFA ausgetauscht. Ausgestattet mit hydraulischem Rettungsgerät sowie EDV und großzügigen Kommunikationseinrichtungen wird dieses Fahrzeug vorwiegend bei Verkehrsunfällen und als Einsatzleitfahrzeug bei größeren Einsätzen eingesetzt. Die erforderlichen Mittel dazu wurden durch die Marktgemeinde Brückl und mittels einer Bausteinaktion bereitgestellt.

krfa

Im Jahr 2005 fanden im Rahmen des 145-jährigen Bestandsjubiläums der FF-Brückl der 2. Kärntner Landesbewerb für Jungfeuerwehren in Brückl statt. Mehr als 60 Mannschaften aus Kärnten, Burgenland, Oberösterreich, Niederösterreich und der Steiermark nahmen daran teil. Im selben Jahr konnte die FF-Brückl bei den Leistungsbewerben in der Stufe III den 1.Platz und somit den Titel des Bezirkmeisters erringen.

Seit April 2006 ist die FF-Brückl mit einer eigenen homepage im world wide net vertreten.

Dem Umstand Rechnung tragend, dass in den letzten Jahren die schweren Unwetter im Gemeindegebiet sowohl an Anzahl als auch an Stärke deutlich zugenommen hatten, wurde Ende 2006 von der Marktgemeinde Brückl ein Doppelachs-Anhänger angekauft, der im Jahre 2007 zu einem Katastrophen-Anhänger aufgebaut wurde.
Auf Initiative des Kommandanten Heimo Haimburger wurde aus den Mitteln der Kameradschaftskasse im Jahr 2007 ein Mannschaftstransportfahrzeug angeschafft. Die notwendigen Gelder dafür stammen aus den Mitgliedsbeiträgen der unterstützenden Mitglieder, welche einige Jahre lang fleißig gespart wurden. Darüberhinaus konnte Kommandant Haimburger einige Sponsoren gewinnen.  Den größten Betrag für das neue Fahrzeug spendete die Fa. Donau-Chemie unter Direktor DI. Ebenberger.

kat mtf

 

 

Am 16. September 2007 wurden der KAT-Anhänger und das MTF im Rahmen eines Festaktes vor dem Rüsthaus von Pfarrer Roman Leitner geweiht und vom Feuerwehrreferenten Bürgermeister Dir. Wolfgang Schaller dem Kommandanten ABI Heimo Haimburger übergeben.
2008 wurde eine elektronische Atemschutzüberwachung angeschafft.
Das jahr 2009 war wieder ein Wahljahr. Bei den Neuwahlen am 09.05.2009 wurden sowohl Kommandant Heimo Haimburger als auch dessen Stellvertreter Werner Trügler eindrucksvoll in ihren Ämtern bestätigt. Bei den anschliessenden Wahlen auf Bezirksebene wurde der amtierende Bezirkskommandant OBR Ing. Egon Kaiser wiedergewählt. Zu seinem neuen Stellvertreter wurde der Kommandant der FF-Brückl Heimo Haimburger gewählt. Damit bekleidet Kommandant Haimburger das höchste Amt, das je ein Mitglied der FF-Brückl innegehabt hat.
Am 10. und 11. Juli 2010 feierte die FF-Brückl das 150-jährige Bestandsjubiläum. Im Zuge dieser Festveranstaltung wurde den Kameraden eine neue TS der Marke Fox übergeben.

 
 
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